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Bauamtsleiterin fällt es schwer, Termine zu nennen

Bad Lauterberg  Wählergruppe im Rat und CDU hatten Bad Lauterberger Verwaltung dazu aufgefordert.

Im März soll das Jobcenter in die ehemalige Lutterbergschule in Bad Lauterberg einziehen.

Als „echtes Problem“ bezeichnete es Annette Gödecke, Bauamtsleiterin der Stadt Bad Lauterberg, dem Stadtrat die voraussichtlichen Fertigstellungstermine der drei aktuellen Baumaßnahmen – Grundschule am Hausberg, Lutterbergschule und Haus des Gastes – bekanntzugeben. Die Wählergruppe im Rat (WgiR) und die CDU hatten die Verwaltung dazu mit einem gemeinsamen Antrag aufgefordert. Angesichts Gödeckes Schwierigkeiten appelliert der CDU-Fraktionschef Horst Tichy in der Sitzung scherzhaft: „Nennen Sie wenigstens das Jahr.“

Etwas genauer konnte Gödecke aber doch werden und erklärte, dass sich die Baumaßnahmen an der Grundschule am Hausberg „in den letzten Zügen“ befinden. „Es ist vorgesehen, die Brandschutzanlage noch in den nächsten zwei Wochen aufschalten zu lassen, dann stehen nur noch Kleinigkeiten an, die wir in Korrespondenz mit dem Landkreis erledigen.“ Sie hege die Hoffnung, dass alle Maßnahmen an dem Bau, dessen Fertigstellung bereits mehrfach verschoben wurde, Ende Februar beendet sind.

„Wir sind der Stein des Anstoßes, wir bekommen das Jobcenter und wir bekommen es nicht fertig.“ Steffen Ahrenhold, Stadtkämmerer, über den Umbau der Lutterbergschule

„Termin wird versucht, zu halten“

Zur Lutterbergschule, in die ursprünglich bereits laut Vertrag zum 1. Januar 2017 das Jobcenter des Landkreises einziehen sollte, erklärte Gödecke: „Der nun angedachte Termin ist im März, wir versuchen, ihn zu halten.“ Derzeit führe man intensive Gespräche mit dem Landkreis, was die weiteren Baumaßnahmen und den Einzug angehe. Aktuell kläre der Landkreis mit den anderen Kommunen, ob die betroffenen Beschäftigten zunächst weiter an den bisherigen Arbeitsplätzen bleiben können.

Das solle laut Stadtkämmerer Steffen Ahrenhold vorerst kein Problem sein: Die Kommunen wie Walkenried und Bad Sachsa hätten dem Landkreis signalisiert, dass die Mitarbeiter auch über die geplante Zeit hinaus in den bisherigen Dienststellen untergebracht werden können, bis die Lutterbergschule einzugsfertig ist. „Voraussichtlich kommen keine Forderungen auf Bad Lauterberg vonseiten des Landkreises zu, wenn die Kommunen die längere Unterhaltung der Mitarbeiter dem Landkreis nicht in Rechnung stellen“, erklärte Ahrenhold. Sieben Mitarbeiter wird die Kneippstadt künftig aus anderen Kommunen im Jobcenter beschäftigen.

Vokuhl rügt die Stadtverwaltung

Auf Fritz Vokuhls (WgiR) Rüge hin, dass auf die Stadt durch die selbst ausgelöste Situation nicht nur höhere Kosten zukämen, sondern die Stadt auch den anderen Kommunen damit schade, gab der Stadtkämmerer zu: „Ja, das durfte ich mir bereits von den Kommunen anhören. Wir sind der Stein des Anstoßes, wir bekommen das Jobcenter und wir bekommen es nicht fertig.“

Bis zu 500 000 Euro mehr soll der Umbau der Lutterbergschule derzeit kosten. Gödecke aber erklärte: „Wir hoffen, dass wir in naher Zukunft alles Ausstehende noch ausschreiben können und mit den geschätzten Kosten auskommen.“ Ob sie bei den Ausschreibungen eine Punktlandung erzielt, könne sie nicht sagen.

Unterschiedliche Auffassungen

Da die Stadt den Kommunen angekündigt hatte, dass die Jobcenter-Mitarbeiter bereits zum November einziehen könnten, stellte Gudrun Teyke (SPD) die Frage, warum noch immer Gewerke ausgeschrieben werden – wenn die Maßnahme doch eigentlich längst abgeschlossen sein müsste.

Die Ursache sah Gödecke beim Landkreis. So hätten unterschiedliche Auffassungen zwischen Stadt und Landkreis über die Ausführung der Arbeiten bestanden. „Wir waren hauptsächlich in Gesprächen mit dem Landkreis Osterode, aufgrund der Fusion haben wir jetzt Gespräche mit dem Landkreis Göttingen geführt – der hat aber andere Vorstellungen.“

Bürgermeister Dr. Thomas Gans informierte über einen potenziellen Pächter für ein Stockwerk in der Lutterbergschule. Das Stockwerk aber sei in einem so desolaten Zustand, dass es wiederhergestellt werden müsse. Auch zuvor wurde es von der Schule kaum genutzt. Der Pächter wolle die Instandsetzungsmaßnahmen selbst übernehmen, weshalb man ihm mit der Pachtzahlung entgegenkommen wolle, so Gans.

Die Bauamtsleiterin informierte zum Umbau des Haus des Gastes, dass sich die Fertigstellung aufgrund des bereits bekannten Personalmangels noch weiter verzögere. Der Bauhof habe seit einem Dreivierteljahr mit der Unterbesetzung durch Krankheit zu kämpfen. Und Priorität hätten nun zunächst einmal die Hausberg- und die Lutterbergschule, zumal dort die gleichen Auftragnehmer, wie auch im Haus des Gastes, eingestellt sind. „Und ich werde einen Teufel tun und die von den anderen Baumaßnahmen abziehen“, so Gödecke.

   

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